Google Ads Alternativen für deutsche Werbetreibende 2026
Die stärksten Alternativen zu Google Ads für den deutschen Markt sind Microsoft Advertising (direkter Suchersatz), Meta Ads (Demand-Generierung und Retargeting), Amazon Ads (Kaufabsicht im Marktplatz), TikTok Ads (Discovery und Awareness), LinkedIn Ads (B2B-Leadgenerierung) sowie die nativen Netzwerke Outbrain und Taboola für Content-Distribution. Pinterest Ads ergänzt das Set für planungsgetriebene Kaufentscheidungen.
Für den Einstieg gilt diese Priorisierung nach Kanal-Aufgabe:
- Suchintention abschöpfen: Microsoft Advertising zuerst, da direkte Kampagnen-Importe aus Google möglich sind und der Wettbewerb auf vielen Keywords geringer ist.
- Marktplatz-Konversion: Amazon Ads, wenn Produkte über Amazon vertrieben werden.
- Nachfrage aufbauen: Meta Ads und TikTok Ads für Awareness bis Mid-Funnel.
- Native Discovery: Outbrain oder Taboola für Content-getriebene Reichweite auf Publisher-Seiten.
- B2B-Leads: LinkedIn Ads, wenn Berufsbezeichnung und Unternehmensgröße das Targeting bestimmen.
- Visuelle Planung: Pinterest Ads für Kategorien, in denen Inspiration dem Kauf vorausgeht.
Ein entscheidender Punkt für Deutschland: Jede dieser Plattformen benötigt ein eigenes, DSGVO-konformes Consent-Setup, bevor Tracking-Pixel aktiv geschaltet werden. Ohne dokumentierte Einwilligung ist das Conversion-Tracking rechtlich angreifbar und liefert lückenhafte Daten.
Inhaltsverzeichnis
- Warum suchen Firmen in Deutschland nach Google-Ads-Alternativen?
- Welche Plattform kann was? Ein Überblick für Deutschland
- Wie wählst du die richtige Alternative aus?
- Umsetzung in Deutschland: Consent, Messung und rechtliche Stolperfallen
- Was kosten diese Kanäle, und was kannst du realistisch erwarten?
- Wann solltest du Google Ads weiterlaufen lassen?
- Praxisbeispiel: Ein datenschutzkonformer Diversifikations-Pilot mit Wemaco
- Wichtige Erkenntnisse kurz zusammengefasst
- Kanaldiversifikation und Datenschutz sind kein Widerspruch
- Wie Wemaco beim Einstieg in neue Werbekanäle hilft
- Weiterführende Quellen und Lesetipps
Warum suchen Firmen in Deutschland nach Google-Ads-Alternativen?
Drei Treiber dominieren die Diskussion, und alle drei verstärken sich gegenseitig.
Steigende Klickpreise. In hart umkämpften Branchen wie Versicherungen, Rechtsberatung oder Software-as-a-Service sind die Kosten pro Klick in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Wer ausschließlich auf Google setzt, spürt das direkt in der Marge. Mehr Wettbewerber bieten auf dieselben Keywords, der Auktionsdruck wächst, und der Return on Ad Spend sinkt, ohne dass die Kampagnenqualität schlechter geworden wäre.
Kanalabhängigkeit als Geschäftsrisiko. Ein einziger Kanal als Hauptquelle für Leads oder Umsatz ist strukturell gefährlich. Algorithmus-Updates, Richtlinienänderungen oder Kontosperrungen können den Traffic über Nacht halbieren. Diversifikation reduziert diese Abhängigkeit und stabilisiert die Budgeteffizienz, wie deutsche Fachmedien und Agenturen übereinstimmend betonen.
Messprobleme durch DSGVO und Cookieless-Trends. Das ist der spezifisch deutsche Faktor. Ohne rechtskonforme Einwilligung dürfen viele Tracking-Pixel nicht gesetzt werden. Das bedeutet: Conversion-Daten sind unvollständig, Zielgruppen-Segmente schrumpfen, und Remarketing-Listen verlieren an Tiefe. DSGVO und DSA erhöhen den Setup-Aufwand messbar und zwingen Werbetreibende dazu, ihre Messarchitektur grundlegend zu überdenken, unabhängig davon, welche Plattform sie nutzen.
Dazu kommt ein strategischer Aspekt: Wer mehrere Kanäle bespielt, gewinnt Signale aus unterschiedlichen Touchpoints und versteht seine Zielgruppe besser. Das ist kein Luxus, sondern eine Voraussetzung für skalierbare Performance.
Welche Plattform kann was? Ein Überblick für Deutschland
Jede Plattform hat eine klar definierte Stärke im Funnel. Die folgende Tabelle gibt einen schnellen Überblick, danach folgen die wichtigsten Hinweise pro Kanal.
| Plattform | Funnel-Position | Hauptformat | Stärke in DE | Consent-Risiko |
|---|---|---|---|---|
| Microsoft Advertising | Bottom | Suchanzeigen | B2B, ältere Zielgruppen, geringerer CPC | Mittel (UET-Tag) |
| Meta Ads | Top bis Mid | Feed, Stories, Reels | Breite Reichweite, Retargeting | Hoch (Meta-Pixel) |
| Amazon Ads | Bottom | Sponsored Products/Brands | Kaufabsicht, E-Commerce | Gering (Plattform-intern) |
| TikTok Ads | Top | In-Feed-Video | Junge Zielgruppen, Discovery | Hoch (TikTok-Pixel) |
| LinkedIn Ads | Mid bis Bottom | Sponsored Content, InMail | B2B-Targeting nach Funktion | Mittel (Insight-Tag) |
| Outbrain/Taboola | Top bis Mid | Native Artikel-Empfehlungen | Publisher-Reichweite, Content-Leads | Mittel |
| Pinterest Ads | Mid | Promoted Pins | Planungsgetriebene Käufe, weniger Cookie-abhängig | Gering bis mittel |

Microsoft Advertising ist der strukturell engste Ersatz für Google Search. Kampagnen lassen sich direkt importieren, die Keyword-Logik ist identisch. Für B2B-Zielgruppen und ältere Nutzergruppen ist die Reichweite über das Bing-Ökosystem in Deutschland solide. Der Wettbewerb ist auf vielen Keywords geringer, was sich in günstigeren Klickpreisen niederschlägt.
Meta Ads funktioniert nicht wie Suchwerbung. Hier geht es darum, Nachfrage zu erzeugen, nicht abzuschöpfen. Das große Targeting-Spektrum nach Interessen, Demografie und Verhalten macht Meta stark für Awareness-Kampagnen und Retargeting. Das Meta-Pixel ist in Deutschland allerdings eines der kritischsten Tracking-Instrumente aus DSGVO-Sicht. Server-seitiges Tagging ist hier keine Option, sondern Pflicht für rechtssicheren Betrieb.

Amazon Ads ist kein klassischer Google-Ersatz, sondern ein Kaufkontext-Kanal. Nutzer, die auf Amazon suchen, haben bereits eine Kaufabsicht. Sponsored Products und Sponsored Brands platzieren Angebote direkt im Entscheidungsmoment. Für E-Commerce-Unternehmen, die über Amazon verkaufen, ist dieser Kanal oft der effizienteste Einstieg in die Diversifikation.
TikTok Ads wächst rasant. Native Video-Formate dominieren, und kreative Inhalte entscheiden über die Performance. Für Marken, die jüngere Zielgruppen ansprechen oder frühzeitig Awareness aufbauen wollen, ist TikTok inzwischen ein ernstzunehmender Kanal. Auch hier gilt: Das TikTok-Pixel erfordert eine sorgfältige Consent-Implementierung.
Pinterest Ads ist weniger abhängig von Third-Party-Cookies als viele andere Plattformen, weil das Nutzerverhalten auf Pinterest stärker an Suchanfragen und Boards gebunden ist. Für Kategorien wie Einrichtung, Mode, Hochzeitsplanung oder Heimwerken ist Pinterest im Mid-Funnel besonders stark.
Profi-Tipp: Für die meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland ist die Kombination Microsoft Advertising plus Meta Ads der sinnvollste erste Test. Microsoft deckt die Suchintention ab, Meta baut Nachfrage auf. Beide Kanäle lassen sich mit überschaubarem Budget parallel betreiben.
Wie wählst du die richtige Alternative aus?
Die Entscheidung hängt von vier Faktoren ab. Wer diese Fragen klar beantwortet, vermeidet teure Fehlstarts.
1. Welche Aufgabe soll der Kanal im Funnel übernehmen?
Unterscheide zwischen Nachfrage abschöpfen (Search-Intent, Bottom-Funnel) und Nachfrage erzeugen (Discovery, Top-Funnel). Microsoft Advertising und Amazon Ads gehören in die erste Kategorie. Meta, TikTok, Outbrain und Taboola in die zweite. LinkedIn sitzt je nach Kampagnentyp in der Mitte.
2. Wo verbringt deine Zielgruppe ihre Zeit?
B2B-Entscheider in Deutschland sind auf LinkedIn und über Bing erreichbar. Konsumenten unter 35 Jahren auf TikTok und Instagram. Planer und Inspirationssuchende auf Pinterest. Käufer mit konkreter Produktabsicht auf Amazon.
3. Wie reif ist deine Tracking-Infrastruktur?
Ohne funktionierendes Consent-Management und server-seitiges Tagging liefern die meisten Plattformen unvollständige Daten. Bevor du Budget auf neue Kanäle verteilst, sollte die Messarchitektur stehen.
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4. Wie groß ist dein Testbudget?
Folgende Orientierung gilt für Deutschland:
- Unter 500 € pro Monat: Microsoft Advertising als erster Test, da geringer Einrichtungsaufwand und direkte Google-Importe.
- 500–2.000 € pro Monat: Microsoft plus Meta, mit klarer Trennung nach Funnel-Aufgabe.
- Über 2.000 € pro Monat: Erweiterung auf Amazon (bei E-Commerce), LinkedIn (bei B2B) oder TikTok (bei jungen Zielgruppen).
Entscheidungs-Checkliste für den Kanal-Test:
- Funnel-Job definiert (Search, Discovery, Retargeting, Marktplatz)?
- Zielgruppen-Verhalten auf der Plattform verstanden?
- Consent-Management für diese Plattform eingerichtet?
- Tracking-Pixel oder server-seitiges Tagging implementiert und getestet?
- Pilotbudget und Laufzeit festgelegt (mindestens 4 Wochen)?
- KPIs je Funnel-Stufe definiert (Klickrate, Kosten pro Lead, Conversion-Rate)?
- A/B-Struktur oder Multichannel-Attribution geplant?
Umsetzung in Deutschland: Consent, Messung und rechtliche Stolperfallen
Der technische Aufbau ist der häufigste Engpass beim Start neuer Werbekanäle in Deutschland. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert nicht nur Bußgelder, sondern auch strukturell schlechte Kampagnendaten.
Schritt 1: Consent-Management-Plattform (CMP) einrichten.
Jede neue Plattform benötigt eine eigene Einwilligungskategorie in deiner CMP (z. B. Usercentrics, Cookiebot oder Consentmanager). Die Einwilligung muss vor dem Laden des Pixels erfolgen, dokumentiert und widerrufbar sein. Das gilt für das Meta-Pixel genauso wie für den TikTok-Pixel oder den LinkedIn Insight Tag.
Schritt 2: Server-seitiges Tagging prüfen.
Client-seitige Pixel werden von Browsern und Adblockern zunehmend blockiert. Server-seitiges Tagging über Google Tag Manager Server-Side oder eine vergleichbare Infrastruktur reduziert diese Datenverluste und minimiert gleichzeitig das Datenschutzrisiko, weil personenbezogene Daten nicht direkt an Drittanbieter übermittelt werden. Der Einrichtungsaufwand ist höher, aber die Messqualität verbessert sich deutlich.
Schritt 3: First-Party-Daten aufbauen.
E-Mail-Listen, CRM-Daten und Login-basierte Segmente sind die stabilste Grundlage für Targeting in einer Welt ohne Third-Party-Cookies. Consent-gated Events (z. B. Newsletter-Anmeldungen, Webinar-Registrierungen) liefern qualifizierte Kontakte, die auf mehreren Plattformen als Custom Audiences genutzt werden können.
| Maßnahme | Aufwand | Datenschutzwirkung | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| CMP einrichten | Mittel | Hoch | Pflicht vor Pixel-Start |
| Server-seitiges Tagging | Hoch | Sehr hoch | Empfohlen ab mittlerem Budget |
| First-Party-Daten (CRM) | Mittel | Hoch | Langfristig unverzichtbar |
| Consent-Dokumentation | Gering | Mittel | Pflicht (Nachweispflicht) |
| Pixel-Tests nach Consent | Gering | Mittel | Vor Go-live prüfen |
Profi-Tipp: Die häufigste Implementierungsfalle: Das Consent-Banner ist aktiv, aber das Pixel feuert trotzdem vor der Einwilligung, weil der Tag-Manager-Trigger falsch konfiguriert ist. Teste jeden Pixel mit einem Browser im Inkognito-Modus und einem deaktivierten Consent, bevor du die Kampagne startest. Agenturen wie Wemaco prüfen diesen Punkt standardmäßig im Setup-Prozess.
Was kosten diese Kanäle, und was kannst du realistisch erwarten?
Konkrete Zahlen zu Klickpreisen sind immer markt- und branchenabhängig. Trotzdem gibt es belastbare Muster für Deutschland.
Microsoft Advertising liegt bei vielen Keywords unter dem Google-Niveau, da der Wettbewerb geringer ist. Das macht den Kanal besonders attraktiv für Branchen, in denen Klickpreise bereits hoch sind. Web-Push-Anzeigen bewegen sich laut mehreren Quellen in einem CPM-Bereich von etwa 1–3 €, sind nicht von Adblockern betroffen und funktionieren opt-in-basiert.
Typische Performance-Muster je Kanaltyp:
- Suchanzeigen (Microsoft): Ähnliche Conversion-Raten wie Google Search, oft bei niedrigeren Klickkosten. Gut für Bottom-Funnel-Kampagnen mit bewährten Keywords.
- Social Ads (Meta, TikTok): Niedrigere direkte Conversion-Raten als Search, aber höhere Reichweite und stärkere Wirkung auf Markenbekanntheit. Attribution über Last-Click unterschätzt den Beitrag dieser Kanäle systematisch.
- Amazon Ads: Hohe Conversion-Raten im Kaufkontext, aber Wettbewerb auf populären Kategorien ist intensiv. Stärke liegt in der Kaufabsicht der Nutzer.
- Native Ads (Outbrain, Taboola): Gut für Traffic-Volumen und Content-Leads, weniger geeignet für direkte Konversionen. Einsatz vor allem im Top-Funnel sinnvoll.
Drei Beispiel-Szenarien:
Szenario 1: Handwerksbetrieb, lokale Leadgenerierung, 800 € Monatsbudget.
Microsoft Advertising mit lokalen Suchkampagnen als Google-Ergänzung. Erwartung: ähnliche Lead-Qualität bei potenziell geringerem CPC. Messbarkeit: Anruf-Tracking und Formular-Conversions.
Szenario 2: B2B-Software, Leadgenerierung, 3.000 € Monatsbudget.
LinkedIn Ads für Entscheider-Targeting plus Microsoft Advertising für Suchintention. LinkedIn-CPCs sind höher, aber die Lead-Qualität rechtfertigt die Investition bei komplexen Produkten mit langen Verkaufszyklen. Wemaco betreut genau solche B2B-Leadstrategien mit kanalübergreifendem Tracking.
Szenario 3: Online-Shop, E-Commerce, 5.000 € Monatsbudget.
Amazon Ads für Marktplatz-Konversion, Meta Ads für Retargeting und Neukundengewinnung. Wichtig: Consent-Setup für beide Plattformen getrennt einrichten, Attribution über First-Party-Daten sichern.
Hinweis: Consent-Einschränkungen reduzieren die gemessene Attribution oft um 20–40 %, je nach Branche und Zielgruppe. Wer ausschließlich auf Last-Click-Metriken schaut, unterschätzt den Beitrag von Awareness-Kanälen systematisch. Outcome-KPIs wie Umsatz pro Kanal oder qualifizierte Leads sind aussagekräftiger.
Wann solltest du Google Ads weiterlaufen lassen?
Nicht jede Situation rechtfertigt eine Budgetverschiebung. Vier Szenarien, in denen Google Ads unverzichtbar bleibt:
Google bleibt gesetzt, wenn:
- Deine Zielgruppe aktiv nach deinem Produkt oder deiner Dienstleistung sucht und Google der dominante Suchkanal ist.
- Du Google Shopping nutzt und dein E-Commerce-Umsatz stark davon abhängt.
- App-Installs dein primäres Ziel sind und du Google UAC-Kampagnen nutzt.
- Du gerade erst mit Tests auf alternativen Kanälen beginnst und Google als Kontrollgruppe brauchst.
Budget umverteilen lohnt sich, wenn:
- CPCs auf deinen Kernkeywords in den letzten 12 Monaten deutlich gestiegen sind, ohne dass die Conversion-Rate mitgewachsen ist.
- Deine Zielgruppe nachweislich Zeit auf anderen Plattformen verbringt (z. B. TikTok für unter 30-Jährige).
- Du Awareness-Ziele hast, die Google Search strukturell nicht erfüllen kann.
Ein sinnvoller Reduktionsplan sieht so aus: Zuerst 10–15 % des Google-Budgets auf einen Alternativkanal verschieben, parallel testen, nach 6–8 Wochen auswerten. Kein abrupter Wechsel, keine vollständige Abschaltung ohne Datenbasis.
Profi-Tipp: Beim Budget-Shift immer Saisonalität berücksichtigen. Wer im Oktober von Google auf Meta wechselt, mischt Kanaleffekte mit Weihnachtsgeschäft-Effekten. Paralleltests in stabilen Phasen liefern sauberere Daten.
Praxisbeispiel: Ein datenschutzkonformer Diversifikations-Pilot mit Wemaco
Ein mittelständischer B2B-Anbieter aus dem Bereich Industrietechnik wollte seine Abhängigkeit von Google Ads reduzieren und gleichzeitig die DSGVO-Konformität seines Trackings sicherstellen. Das Projekt lief über 90 Tage.
Projektstruktur und Timeline:
- Woche 1–2 (Kickoff und Audit): Bestandsaufnahme der bestehenden Google-Kampagnen, Analyse der Consent-Situation, Identifikation von Tracking-Lücken.
- Woche 3–4 (Tagging und Consent): Einrichtung einer CMP, server-seitiges Tagging für Microsoft Advertising und LinkedIn Ads, Pixel-Tests vor Go-live.
- Woche 5–8 (Pilotlauf): Microsoft Advertising mit importierten Google-Kampagnen, LinkedIn Ads mit Entscheider-Targeting nach Branche und Funktion.
- Woche 9–12 (Auswertung und Skalierung): Vergleich der Lead-Qualität und Kosten pro qualifiziertem Lead zwischen den Kanälen, Budgetanpassung auf Basis der Ergebnisse.
Ergebnisse und Learnings:
- Microsoft Advertising lieferte bei vergleichbarer Keyword-Abdeckung einen niedrigeren Preis pro Lead als Google.
- LinkedIn Ads erzeugte weniger Leads, aber mit deutlich höherer Abschlussrate im Vertrieb.
- Das server-seitige Tagging reduzierte die Tracking-Lücken gegenüber dem vorherigen Client-Side-Setup messbar.
- Wichtigstes Learning: Ohne das Consent-Audit zu Beginn wären die Pixel-Fehler erst nach Wochen aufgefallen.
Wemaco begleitet solche Pilotprojekte von der Kanalstrategie bis zur technischen Umsetzung und stellt sicher, dass Tracking und Consent von Anfang an korrekt aufgesetzt sind.
Wichtige Erkenntnisse kurz zusammengefasst
Wer Google Ads Alternativen in Deutschland testen will, braucht zuerst ein sauberes Consent-Setup, dann eine klare Funnel-Logik pro Kanal, und erst dann ein Testbudget.
| Thema | Details |
|---|---|
| Erste Testpriorität | Microsoft Advertising für Suchintention, Meta Ads für Nachfrageaufbau. |
| DSGVO-Pflicht | Jede Plattform braucht ein eigenes Consent-Setup vor Pixel-Aktivierung. |
| Server-seitiges Tagging | Reduziert Tracking-Lücken und Datenschutzrisiken deutlich gegenüber Client-Side-Pixeln. |
| Budget-Einstieg | Unter 500 € monatlich: Microsoft zuerst; ab 500 € Microsoft plus Meta sinnvoll. |
| Wemaco-Unterstützung | Wemaco setzt Pilot-Kampagnen mit DSGVO-konformem Tracking und kanalübergreifender Steuerung auf. |
Kanaldiversifikation und Datenschutz sind kein Widerspruch
Viele Werbetreibende behandeln DSGVO-Konformität als Bremse. Das ist die falsche Perspektive. Wer sein Consent-Management und sein Tracking sauber aufbaut, gewinnt etwas, das die meisten Mitbewerber nicht haben: verlässliche Daten. Unvollständige Attribution ist das eigentliche Problem, nicht der Datenschutz selbst.
Die Plattformen, die in diesem Artikel besprochen werden, sind keine theoretischen Optionen. Sie funktionieren in Deutschland, wenn die technische Grundlage stimmt. Microsoft Advertising ist für viele Unternehmen der einfachste erste Schritt, weil der Import aus Google wenige Stunden dauert. Meta Ads ist komplexer in der Consent-Implementierung, aber im Retargeting und in der Neukundengewinnung kaum zu ersetzen. Amazon Ads ist für E-Commerce-Unternehmen oft der direkteste Weg zu messbaren Ergebnissen.
Was ich in der Praxis immer wieder beobachte: Der größte Fehler ist nicht die falsche Plattformwahl, sondern der Start ohne Messarchitektur. Wer ohne funktionierendes Tracking testet, lernt nichts. Und wer nichts lernt, kann nicht skalieren.
Wie Wemaco beim Einstieg in neue Werbekanäle hilft
Wer die Abhängigkeit von Google Ads konkret reduzieren will, braucht mehr als eine Plattformliste. Wemaco setzt seit 2007 kanalübergreifende Performance-Kampagnen für Handwerksbetriebe, B2B-Unternehmen und Online-Shops um, inklusive vollständigem Consent- und Tracking-Setup nach deutschem Datenschutzrecht.

Der konkrete Einstieg läuft über einen 90-Tage-Pilot: Kanalauswahl nach Funnel-Logik, Einrichtung des Consent-Managements, server-seitiges Tagging, Pilotlauf mit definierten KPIs und abschließende Auswertung. Kein langfristiger Vertrag zum Start, sondern ein messbares Ergebnis als Grundlage für die Entscheidung. Für E-Commerce-Werbung und B2B-Leadgenerierung gibt es eigene Leistungspakete. Den schnellsten Überblick über alle Angebote findest du auf der Wemaco-Leistungsseite. Dort kannst du auch eine unverbindliche Erstberatung anfragen.
Weiterführende Quellen und Lesetipps
Für die Vertiefung einzelner Themen aus diesem Artikel sind folgende Quellen empfehlenswert:
- Microsoft Advertising Plattform-Dokumentation: Offizielle Quelle zu Formaten, Targeting-Optionen und Kampagnen-Import aus Google. Pflichtlektüre vor dem ersten Setup.
- Amazon Advertising Produktübersicht: Erklärt Sponsored Products, Sponsored Brands und Display-Optionen für den deutschen Marktplatz.
- Meta for Business: Dokumentation zu Werbeformaten, Zielgruppen-Targeting und dem Meta-Pixel. Wichtig: Consent-Anforderungen für Deutschland separat prüfen.
- TikTok Ads Manager: Einstieg in TikTok-Kampagnen, Formatübersicht und Zielgruppen-Optionen.
- Taboola Native Advertising: Informationen zu Native-Placements auf deutschen Publisher-Seiten.
- Pinterest Ads: Formatübersicht und Targeting für planungsgetriebene Kaufentscheidungen.
- Proliance: Meta-Pixel und DSGVO: Technisch fundierte Analyse der Datenschutzanforderungen für Tracking-Pixel in Deutschland. Besonders relevant für das Consent-Setup.
- ConsentPixel: DSGVO-Anforderungen Deutschland: Praxisnahe Übersicht zu Consent-Pflichten für Werbeplattformen im deutschen Markt.
- Wemaco Blog: Praxisbeiträge zu Performance-Marketing, Consent-Management und Kanaldiversifikation für den deutschen Markt.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Für rechtlich verbindliche Einschätzungen zu DSGVO-Konformität und Datenschutzpflichten empfiehlt sich die Beratung durch einen qualifizierten Datenschutzbeauftragten oder Rechtsanwalt.



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