Google Ads Call Ads: Migration, Tracking & Optimierung
Führe jetzt deine Call-Only-Anzeigen zu Call-Assets in Responsive Search Ads (RSA) über. Google stellt Call-Only Ads schrittweise ein: Ab Februar 2026 lassen sich keine neuen Call-Only Ads mehr erstellen, ab Februar 2027 erhalten bestehende Anzeigen keine Impressionen mehr. Wer jetzt handelt, sichert seine Telefonleads ohne Unterbrechung.
Deine Sofortmaßnahmen für die nächsten 24–72 Stunden:
- Call-Assets anlegen: Rufnummer im E.164-Format (z. B. +49 30 12345678) auf Konto-, Kampagnen- oder Anzeigengruppen-Ebene hinzufügen.
- Call-Reporting aktivieren: In den Kontoeinstellungen unter „Anrufberichte“ einschalten und Google-Weiterleitungsnummern erlauben.
- Verifizierungs-URL prüfen: Sicherstellen, dass die Telefonnummer auf der verlinkten Seite sichtbar ist oder die Domain in der Google Search Console verifiziert ist.
- Anzeigenscheduling setzen: Call-Assets nur während der tatsächlichen Erreichbarkeit schalten.
- Anruf-Conversion anlegen: Mindestanrufdauer als Schwelle definieren (empfohlen: mindestens 60 Sekunden als Mindestanrufdauer).
- RSAs aktualisieren: Call-Assets in bestehende Responsive Search Ads integrieren und Anzeigenvorschau prüfen.
Inhaltsverzeichnis
- Was sind Google Ads Call Ads, Call Campaigns und Call-Assets?
- Was bedeutet Googles Sunsetting-Zeitplan für deine Kampagnen?
- Wie funktionieren Call-Assets und RSAs aus Nutzersicht?
- Schritt-für-Schritt: Call-Only Ads migrieren und Call-Assets einrichten
- Wie du Anrufe technisch sauber trackst: GFN, Google Tag und DNI
- Wie bekommst du mehr qualifizierte Anrufe?
- Budget und Gebote: Reichen ein moderates Tagesbudget für Call Ads?
- Häufige Probleme und DSGVO-Hinweise für Deutschland
- Wann lohnen sich Call-Assets besonders?
- Wichtige Erkenntnisse
- Was die Praxis wirklich zeigt: Eine Einschätzung
- Wemaco begleitet dich bei Migration, Tracking und Performance
- Weiterlesen und offizielle Quellen
Was sind Google Ads Call Ads, Call Campaigns und Call-Assets?
Drei Begriffe, die oft durcheinandergebracht werden. Hier die klare Abgrenzung:
Call-Only Ads (historisch) waren eigenständige Anzeigen, die ausschließlich auf Mobilgeräten erschienen und beim Klick sofort einen Anruf starteten. Kein Klick zur Website, kein Zwischenschritt. Genau dieser Typ wird eingestellt.
Call Campaigns sind ein eigener Kampagnentyp in Google Ads, der speziell auf Telefonanrufe ausgerichtet ist. Sie eignen sich, wenn Anrufe das einzige Kampagnenziel sind und du CPC-Gebote auf Basis des Anrufwerts steuern willst. Call Campaigns bleiben als Kampagnentyp verfügbar und sind von der Einstellung nicht betroffen.
Call-Assets (Anruf-Assets) sind die Zukunft der Google Werbung Anrufe. Sie fügen einer bestehenden RSA eine anklickbare Telefonnummer als zusätzliches Asset hinzu. Der Nutzer sieht die Anzeige und kann entweder auf die Überschrift klicken (Website) oder direkt auf die Nummer tippen (Anruf). Auf Desktop zeigt Google statt eines direkten Anruf-Buttons einen „Anrufen“-Hinweis mit Nummer oder einen QR-Code an. Call-Assets lassen sich auf Konto-, Kampagnen- oder Anzeigengruppen-Ebene zuordnen und können mit Standort-Assets kombiniert werden. Klicks auf das Call-Asset kosten genauso viel wie Klicks auf die Anzeigen-Headline.

Der entscheidende Unterschied: Call-Only Ads zwingen den Nutzer zum Anruf. Call-Assets in RSAs geben ihm die Wahl. Das klingt nach weniger Kontrolle, führt in der Praxis aber zu besserer Anrufqualität, weil nur Nutzer anrufen, die das auch wirklich wollen.
Was bedeutet Googles Sunsetting-Zeitplan für deine Kampagnen?
Google hat den Ausstieg aus Call-Only Ads offiziell angekündigt. Die Daten sind konkret:
- Februar 2026: Keine neuen Call-Only Ads können mehr erstellt werden.
- Februar 2027: Bestehende Call-Only Ads erhalten keine Impressionen mehr und schalten sich faktisch ab.
Was das für aktive Kampagnen bedeutet: Wer bis Februar 2027 nicht migriert, verliert schlagartig alle Telefonleads aus diesem Anzeigentyp. Keine Übergangsphase, keine automatische Umstellung durch Google.
Die Empfehlung ist eindeutig: Jetzt migrieren, nicht warten. Wer die Migration erst kurz vor dem Stichtag angeht, hat keine Zeit mehr, Tracking zu testen, Conversion-Daten zu sammeln und Smart Bidding auf die neuen Signale zu trainieren. Frühzeitige Migration bedeutet auch, dass du mehrere Monate Vergleichsdaten zwischen altem und neuem Setup hast.
Praktische Konsequenzen für laufende Kampagnen:
- Bestehende Call-Only Ads weiter laufen lassen, bis die RSAs mit Call-Assets live und getestet sind.
- Parallel-Setup: RSA mit Call-Asset in derselben Kampagne aktivieren und Performance vergleichen.
- Erst nach stabiler Performance der RSAs die Call-Only Ads pausieren.
- Budgets nicht kürzen während der Migrationsphase, da Algorithmen Anlaufzeit brauchen.
Die offizielle Google-Ankündigung zur Migration findest du unter Action required: Transition from call ads to call assets.
Wie funktionieren Call-Assets und RSAs aus Nutzersicht?
Wenn ein Nutzer auf dem Smartphone nach „Klempner Berlin Notfall“ sucht, läuft im Hintergrund eine Auktion. Google prüft, welche Assets zur Suchanfrage passen, und entscheidet in Millisekunden, ob das Call-Asset in der Anzeige erscheint. RSAs testen dabei automatisch verschiedene Kombinationen aus Headlines, Beschreibungen und Assets, um die Variante mit der höchsten erwarteten Klickrate auszuspielen.
Der Nutzerfluss auf Mobilgeräten ist direkt: Anzeige erscheint, Nutzer tippt auf die Telefonnummer, Anruf startet. Auf Desktop erscheint stattdessen ein „Anrufen“-Button mit der Nummer oder ein QR-Code, den der Nutzer mit dem Smartphone scannen kann.
Wann erscheinen Google-Weiterleitungsnummern (GFN)? Wenn du Anrufberichte aktiviert hast, schaltet Google automatisch eine eigene Weiterleitungsnummer vor deine echte Rufnummer. Der Nutzer sieht und wählt die GFN, Google leitet den Anruf weiter und erfasst dabei Gesprächsdauer, Uhrzeit und bei Anrufen über 15 Sekunden auch die Telefonnummer des Anrufers. Deine echte Nummer bleibt im Hintergrund. Wenn GFN nicht verfügbar sind (z. B. in bestimmten Ländern), erscheint direkt deine hinterlegte Nummer.
Profi-Tipp: Die Anzeige ist nur der erste Schritt. Was danach passiert, beeinflusst deine Kampagnen-Performance genauso stark: Wie schnell wird abgenommen? Gibt es eine IVR-Ansage, die Anrufer abschreckt? Landet der Anruf beim richtigen Mitarbeiter? Google bewertet Anrufqualität indirekt über Conversion-Daten. Ein schlechtes Routing kostet dich nicht nur den Lead, sondern auch das Werbebudget.
Eine bewährte Kampagnenstruktur trennt Anruf-Fokus und Landingpage-Traffic in separate Kampagnen: eine Kampagne schaltet Call-Assets ausschließlich während der Geschäftszeiten, eine zweite optimiert außerhalb dieser Zeiten auf Website-Traffic. Das verbessert die Steuerbarkeit erheblich.
Schritt-für-Schritt: Call-Only Ads migrieren und Call-Assets einrichten
Vorbereitung
- Bestandsaufnahme: Alle aktiven Call-Only Ads exportieren (Kampagnenname, Anzeigengruppe, Rufnummer, Verifizierungs-URL, aktuelles Budget).
- Nummernliste erstellen: Alle verwendeten Rufnummern im E.164-Format notieren (+49 XXX XXXXXXX). Falsche Formate führen direkt zu Disapprovals.
- Verantwortlichkeiten klären: Wer hat Zugriff auf Google Ads, Google Search Console und das CRM?
Call-Assets erstellen und integrieren
- In Google Ads: „Assets“ → „Anruf-Asset“ → Neue Rufnummer hinzufügen (Konto-, Kampagnen- oder Anzeigengruppen-Ebene).
- Verifizierungs-URL eingeben: Die verlinkte Seite muss die Telefonnummer sichtbar enthalten oder die Domain muss in der Search Console verifiziert sein.
- Call-Asset zur bestehenden RSA hinzufügen und Anzeigenvorschau auf Mobilgerät prüfen.
Tracking und Conversion-Setup
- Anrufberichte aktivieren: Kontoeinstellungen → „Anrufberichte“ einschalten.
- Google-Weiterleitungsnummern erlauben: Nur so werden Anrufdaten erfasst.
- Anruf-Conversion anlegen: Unter „Conversions“ → „Anruf aus Anzeigen“ → Mindestanrufdauer festlegen (empfohlen: mindestens 60 Sekunden als Mindestanrufdauer für qualifizierte Leads).
- DNI für Website-Anrufe: Wenn du auch Anrufe über die Website-Nummer tracken willst, Google Tag und Telefon-Snippet implementieren (Details in Abschnitt 6).
Scheduling und Tests
- Anzeigenscheduling setzen: Call-Assets nur während der Erreichbarkeit aktiv schalten. Google empfiehlt explizit, Anrufe nur dann zu bewerben, wenn das Unternehmen erreichbar ist.
- Mock-Anruf durchführen: Testanruf über die Weiterleitungsnummer, um Routing und Aufzeichnung zu prüfen.
- Post-Migration-Monitoring: Erste 7 Tage täglich prüfen.
| Checkpoint | Zielwert / Aktion | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Call-Asset genehmigt | Status „Aktiv“ in Google Ads | Tag 1 |
| Erste Anruf-Conversions | Mindestens 1 Conversion erfasst | Tag 2–3 |
| Anrufdauer-Verteilung | Anteil >60 s prüfen | Tag 3–5 |
| Smart Bidding aktiv | Ausreichend Conversion-Daten (mindestens 30 pro Monat) | Ab Woche 2 |
| CRM-Zuordnung | Anruf-IDs im CRM sichtbar | Tag 5–7 |
Wie du Anrufe technisch sauber trackst: GFN, Google Tag und DNI
Es gibt zwei grundlegend verschiedene Tracking-Methoden, die du nicht verwechseln solltest.
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Anrufe direkt aus Anzeigen (Click-to-Call) werden über Google-Weiterleitungsnummern erfasst. Voraussetzung: Anrufberichte sind im Konto aktiviert. Google erfasst dabei Gesprächsdauer, Uhrzeit und bei Anrufen über 15 Sekunden die Telefonnummer des Anrufers. Diese Daten erscheinen direkt in den Anrufberichten und können als Conversion-Aktionen genutzt werden.
Anrufe über Website-Nummern (DNI) erfordern einen anderen Ansatz. Hier ersetzt Google dynamisch die auf deiner Website angezeigte Nummer durch eine Weiterleitungsnummer, sobald ein Nutzer über eine Google-Anzeige auf die Seite kommt. Dafür ist der Google Tag (gtag.js) mit einem speziellen Telefon-Snippet erforderlich.
| Tracking-Methode | Voraussetzung | Erfasste Daten |
|---|---|---|
| Click-to-Call (GFN) | Anrufberichte aktiviert | Dauer, Uhrzeit, Nummer (>15 s) |
| DNI (Website-Nummer) | Google Tag + Telefon-Snippet | Dauer, Quelle, Keyword, Seite |
| Manuelles Tracking | Eigene Call-Tracking-Software | Individuell konfigurierbar |
Implementierung des Google Tags für DNI
Die technischen Schritte im Überblick: Das gtag.js-Snippet muss im <head>-Bereich aller relevanten Seiten eingebunden sein. Anschließend fügst du das Telefon-Snippet hinzu, das die Nummernersetzung auslöst. Im Google Tag Manager legst du dafür einen neuen Tag vom Typ „Google Ads Anruf-Conversion“ an und verknüpfst ihn mit dem passenden Trigger. Häufige Fehler: Das Snippet sitzt im <body> statt im <head>, die Domain ist nicht verifiziert, oder die Rufnummer im Quellcode stimmt nicht mit der hinterlegten Nummer überein.
Profi-Tipp: Prüfe nach der DNI-Implementierung mit dem Google Tag Assistant, ob die Nummernersetzung auf der Seite korrekt ausgelöst wird. Öffne die Seite über einen simulierten Anzeigenklick (gclid-Parameter in der URL) und prüfe, ob die angezeigte Nummer von der Standardnummer abweicht. Wenn nicht, liegt meist ein Snippet-Placement-Fehler vor.
DSGVO-Hinweis für Deutschland: Anrufaufzeichnungen erfordern die ausdrückliche Einwilligung aller Gesprächsteilnehmer. Transparenz ist Pflicht: Mitarbeiter müssen vor Aufzeichnungsbeginn informiert werden, Anrufer durch eine Ansage. Die Speicherung von Anrufdaten (Nummern, Dauer) unterliegt der DSGVO. Für rechtssichere Umsetzung empfiehlt sich die Abstimmung mit einem Datenschutzbeauftragten. Dieser Artikel ist allgemeine Information, keine Rechtsauskunft.
Für eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Conversion-Tracking in Google Ads hat Wemaco einen eigenen Praxisleitfaden veröffentlicht.
Wie bekommst du mehr qualifizierte Anrufe?
Mehr Anrufe ist nicht das Ziel. Mehr qualifizierte Anrufe schon. Der Unterschied liegt in der Kampagnenstruktur.

Keyword-Strategie: Setze auf Exact Match und Phrase Match für hochintentionale Suchanfragen wie „Klempner Notfall Berlin“ oder „Steuerberater Erstgespräch München“. Generische Begriffe wie „Klempner“ oder „Steuerberater“ ziehen beratungsorientierte Anfragen an, die selten direkt zum Abschluss führen. Baue ein negatives Keyword-Set auf: „kostenlos“, „Ausbildung“, „Stellenangebot“, „Erfahrungen“ und ähnliche Begriffe schließen irrelevante Anrufe aus.
Anzeigentext und Assets: Der CTA in der Headline entscheidet. „Jetzt anrufen“ ist schwächer als „Kostenlose Erstberatung: Jetzt anrufen“ oder „Notdienst 24/7: Sofort verbinden“. Kombiniere Call-Assets mit Standort-Assets und Callout-Assets, um Vertrauen aufzubauen und die Anrufbereitschaft zu erhöhen.
Bidding: Smart Bidding kann direkt auf Anruf-Conversions ausgerichtet werden, etwa mit Ziel-CPA oder „Conversions maximieren“. Damit das funktioniert, braucht der Algorithmus ausreichend Daten. Plane mindestens 30 Anruf-Conversions pro Monat ein, bevor du auf Smart Bidding umstellst. Davor ist manueller CPC oder erweiterter CPC die stabilere Wahl.
Anrufqualität sichern: Setze eine Mindestanrufdauer als Conversion-Schwelle, zum Beispiel 60 Sekunden. Anrufe unter dieser Dauer zählen nicht als Conversion und trainieren Smart Bidding nicht auf wertlose Kontakte. Kläre mit dem Team, welche Qualifizierungsfragen beim Empfang gestellt werden sollen, damit Leads direkt beim ersten Kontakt eingestuft werden.
Profi-Tipp: Anrufberichte zeigen dir, zu welchen Uhrzeiten die meisten Anrufe eingehen und wie lang sie im Schnitt dauern. Nutze diese Daten nicht nur für das Anzeigenscheduling, sondern auch für die Personalplanung. Wenn freitags zwischen 11 und 13 Uhr die Anrufspitze liegt, aber nur eine Person am Telefon ist, verlierst du Leads nicht wegen der Anzeige, sondern wegen der Erreichbarkeit.
Für B2B-Unternehmen, die Telefonleads in strukturierte Sales-Prozesse überführen wollen, gibt es bei Wemaco weiterführende Strategien zur qualifizierten Lead-Gewinnung mit Google Ads.
Budget und Gebote: Reichen ein moderates Tagesbudget für Call Ads?
Die kurze Antwort: Es kommt auf die Nische an. Aber in den meisten wettbewerbsintensiven Segmenten reichen ein moderates Tagesbudget nicht für aussagekräftige Daten.
Die Faustregel für das Testbudget:
- Schritt 1: Schätze den erwarteten Cost-per-Call. In lokalen Nischen mit wenig Wettbewerb kann das 3–8 € sein, in Branchen wie Rechtsberatung oder Immobilien auch 30–80 € pro Anruf.
- Schritt 2: Multipliziere den erwarteten Cost-per-Call mit mindestens 20–30 Anrufen, um statistisch belastbare Daten zu erhalten.
- Schritt 3: Teile durch die Testdauer (empfohlen: 14–30 Tage).
Ein konkretes Beispiel: Erwartest du einen Cost-per-Call von 15 €, brauchst du für 20 Testanrufe ein Budget von 300 €. Über 30 Tage verteilt sind das 10 € pro Tag. Hier würden ein moderates Tagesbudget sogar ausreichen. Bei einem Cost-per-Call von 40 € und demselben Signifikanzziel brauchst du 800 € Testbudget, also rund 27 € pro Tag.
Praktische Budgetempfehlungen:
- Starte mit dem Tagesbudget mindestens doppelt so hoch wie der erwartete Cost-per-Call.
- Skaliere erst, wenn die Conversion-Rate über mindestens 14 Tage stabil ist.
- Trenne Anruf-Kampagnen und Landingpage-Kampagnen budgetär, um Vergleichbarkeit zu sichern.
- Ein moderates Tagesbudget kann in Nischen mit geringem Wettbewerb (z. B. spezialisiertes Handwerk in Kleinstädten) durchaus sinnvoll sein. In Großstädten oder bei erklärungsbedürftigen Dienstleistungen ist dieses Budget oft zu niedrig für schnelle Lernkurven.
Häufige Probleme und DSGVO-Hinweise für Deutschland
Falsches Nummernformat
Das häufigste Einrichtungsproblem: Die Rufnummer ist nicht im E.164-Format hinterlegt. Statt „030 12345678“ muss es „+49 30 12345678“ heißen. Falsche Formate führen zu Disapprovals und die Anzeige wird nicht ausgespielt. Lösung: Alle Nummern vor dem Upload in E.164 konvertieren und die Verifizierungs-URL prüfen.
Anrufberichte erscheinen nicht
Mögliche Ursachen: Anrufberichte sind im Konto nicht aktiviert, Google-Weiterleitungsnummern sind für das Land nicht verfügbar, oder die Mindestanzahl an Anrufen für die Berichtsanzeige ist noch nicht erreicht. Prüfe zuerst die Kontoeinstellungen unter „Anrufberichte“. In Deutschland sind GFN verfügbar, aber die Aktivierung muss explizit erfolgen.
Call-Recording und DSGVO
In Deutschland gilt: Anrufaufzeichnungen ohne Einwilligung aller Beteiligten sind rechtswidrig. Für die Praxis bedeutet das eine Ansage zu Beginn des Gesprächs und eine schriftliche Einwilligung oder Betriebsvereinbarung für Mitarbeiter. Speichere Anrufdaten nur so lange wie nötig und dokumentiere die Rechtsgrundlage. Dieser Hinweis ersetzt keine Rechtsberatung.
CRM-Verknüpfung schlägt fehl
Wenn Anrufe im CRM nicht zugeordnet werden können, fehlt meist die Anruf-ID als Verbindungsglied. Google übergibt bei GFN-Anrufen eine eindeutige Anruf-ID. Diese muss beim Eingang des Anrufs im CRM erfasst werden, zum Beispiel über eine CTI-Integration (Computer-Telephony-Integration) oder manuell über den Zeitstempel. Ohne diese Verknüpfung bleibt die Lead-Qualitätsmessung lückenhaft.
Wann lohnen sich Call-Assets besonders?
Nicht jedes Geschäftsmodell profitiert gleich stark von Anrufanzeigen. Die klaren Gewinner:
Lokale Dienstleister mit hohem Zeitdruck: Sanitär-Notdienste, Schlüsseldienste, Elektriker, Kfz-Pannenhilfe. Der Nutzer hat ein akutes Problem und will sofort sprechen. Jede Sekunde Reibung kostet den Lead.
Hochticket-Services mit Beratungsbedarf: Rechtsanwälte, Steuerberater, Immobilienmakler, B2B-Consulting. Hier ist der Anruf der Einstieg in einen längeren Sales-Prozess. Ein qualifizierter Erstanruf kann einen Auftrag im fünfstelligen Bereich einleiten.
Handwerksbetriebe mit Terminbuchung: Maler, Dachdecker, Heizungsinstallateure. Kunden wollen Verfügbarkeit und Preis direkt klären. Der Anruf ist schneller als ein Kontaktformular.
Der typische Anrufpfad im Funnel: Suchanfrage → Anzeige mit Call-Asset → Anruf → Qualifizierung → Terminvereinbarung → Auftrag. Je kürzer dieser Pfad, desto höher der ROI der Anrufkampagne.
Wann eher auf Landingpage-Traffic setzen: Bei komplexen Produkten mit langen Entscheidungszyklen, bei informationellen Suchanfragen (Nutzer recherchiert noch) oder wenn der Kaufprozess eine Konfiguration oder einen Vergleich erfordert. Hier ist eine gut gestaltete Landingpage effektiver als ein direkter Anruf.
Wichtige Erkenntnisse
Die Migration von Call-Only Ads zu Call-Assets in RSAs ist keine optionale Optimierung, sondern eine Pflichtaufgabe mit festem Zeitplan: Ab Februar 2027 erhalten Call-Only Ads keine Impressionen mehr.
| Thema | Details |
|---|---|
| Sunsetting-Zeitplan | Ab Februar 2026 keine neuen Call-Only Ads; ab Februar 2027 keine Impressionen mehr für bestehende. |
| Sofortmaßnahme | Call-Assets im E.164-Format anlegen, Anrufberichte aktivieren, Scheduling auf Geschäftszeiten setzen. |
| Tracking-Grundlage | Google-Weiterleitungsnummern und Mindestanrufdauer (mindestens 60 Sekunden) als Conversion-Schwelle definieren. |
| Budgetfaustregel | Tagesbudget mindestens doppelt so hoch wie der erwartete Cost-per-Call; 20 € reichen nur in weniger wettbewerbsintensiven Nischen. |
| Wemaco-Empfehlung | Migration, Tracking-Setup und CRM-Verknüpfung priorisieren, bevor Gebote und Anzeigentexte optimiert werden. |
Was die Praxis wirklich zeigt: Eine Einschätzung
Viele Unternehmen, die Anrufkampagnen schalten, messen die falsche Sache. Sie schauen auf die Anzahl der Anrufe und freuen sich über steigende Zahlen. Dabei ist die Anrufanzahl allein ein schlechter Indikator. Was zählt, ist der Anteil der Anrufe, die zu einem Termin, einem Angebot oder einem Abschluss führen.
Das klingt offensichtlich. Aber in der Praxis fehlt genau diese Verknüpfung fast immer. Google Ads liefert Anrufdaten, das CRM hat Kundendaten, und dazwischen klafft eine Lücke. Kein Lead-ID, kein Zeitstempel-Abgleich, keine Ahnung, welche Kampagne welchen Auftrag gebracht hat.
Die Migration von Call-Only Ads zu Call-Assets ist die Gelegenheit, diesen Fehler zu korrigieren. Nicht weil Google es verlangt, sondern weil RSAs mit Call-Assets mehr Tracking-Möglichkeiten bieten als die alten Call-Only Ads je hatten. Wer die Migration sauber durchführt, also mit GFN, Mindestanrufdauer und CRM-Verknüpfung, hat danach ein deutlich klareres Bild davon, was seine Werbeausgaben tatsächlich bringen.
Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Handwerksbetrieb schaltet Anrufkampagnen ohne Scheduling. Anrufe kommen auch abends und am Wochenende, werden nicht angenommen, und das Budget läuft weiter. Nach der Umstellung auf Scheduling und einer Mindestanrufdauer von mindestens 60 Sekunden sinkt die Anrufanzahl, aber der Anteil der Anrufe, die zu Aufträgen führen, steigt deutlich. Weniger Anrufe, mehr Umsatz. Das ist das eigentliche Ziel.
Wemaco begleitet dich bei Migration, Tracking und Performance
Wenn du Call-Only Ads bisher manuell betreut hast und die Migration zu Call-Assets in RSAs sauber und ohne Datenverlust durchführen willst, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für professionelle Unterstützung.

Wemaco übernimmt für dich den vollständigen Setup: Migration der Call-Assets, Implementierung von Google Tag und dynamischer Nummerneinblendung, Anruf-Conversion-Konfiguration mit Mindestdauer, CRM-Verknüpfung und ein Reporting-Dashboard, das dir täglich zeigt, welche Kampagnen welche Leads bringen. Dazu gehört auch die Schulung deines Teams, damit ihr die Daten intern weiternutzen könnt.
Wemaco arbeitet seit 2007 mit Handwerksbetrieben, B2B-Unternehmen und lokalen Dienstleistern in Deutschland. Der Fokus liegt nicht auf Traffic, sondern auf qualifizierten Kontakten, die zu Aufträgen werden. Für Unternehmen, die Telefonleads systematisch generieren wollen, bietet Wemaco ein unverbindliches Erstgespräch an. Schreib uns direkt über die Angebotsseite und beschreibe kurz deine aktuelle Kampagnenstruktur.
Weiterlesen und offizielle Quellen
Für die Umsetzung der Migration und des Trackings sind diese Quellen direkt relevant:
- Action required: Transition from call ads to call assets: Offizielle Google-Ankündigung mit Zeitplan und Migrationsanleitung. Öffne diese Seite zuerst.
- Anrufberichte in Google Ads: Technische Details zu Google-Weiterleitungsnummern, erfassten Daten und Berichtseinstellungen.
- Anruf-Conversion-Tracking: Erklärt, wie du Anruf-Conversions anlegst und welche Tracking-Optionen verfügbar sind.
- Dynamische Nummerneinblendung (DNI): Implementierungsanleitung für Google Tag und Telefon-Snippet.
- Call Campaigns erstellen: Für Unternehmen, die einen eigenen Kampagnentyp mit Anruf-Fokus einrichten wollen.
- Call-Assets: Funktionsweise und Setup: Detaillierte Anleitung zur Einrichtung auf Konto-, Kampagnen- und Anzeigengruppen-Ebene.
- Wemaco Conversion-Tracking-Leitfaden: Praxisnahe Ergänzung zu Google Tag, Enhanced Conversions und CRM-Integration für den deutschen Markt.



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